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das gab's in letzter zeit:

Die Körper der Multitude. Von der sexuellen Revolution zum queer-feministischen Aufstand

Buchvorstellung und Party am 7. Mai 2010 ab 20.00 Uhr

Gibt es eine theoretische Position außerhalb des Lebens in der herrschenden Gesellschaft? Wie entstehen Geschlechter und die Dominanz der Heterosexualität? Wie hängen Kapitalismus und Sex - in seiner doppelten Bedeutung als Geschlecht und Begehren - zusammen? Gibt es ein revolutionäres Subjekt? Kann es überhaupt noch ein Subjekt geben? Wie können individuelle Freiheit und Kollektivität verwirklicht werden? Wie verändern wir unseren Alltag und das kapitalistische System? Was bedeutet es, die Revolution als Prozess zu leben?

Fragen, die aufgeworfen werden sollen, aber wahrscheinlich nicht beantwortet werden können.

Gini Müller befragt Robert Foltin über sein Buch "Die Körper der Multitude".

Gini Müller arbeitet als Dramaturg_in. Autor_in von Possen des Performativen. Theater, Aktivismus und queere Politiken.

Robert Foltin ist Autor von Körper der Multitude und Redakteur der grundrisse.zeitschrift für linke theorie und debatte.

Anschließend Party: "Female Masculinity und Andersrum (alles, was nicht normal ist)".

Robert Foltin: Die Körper der Multitude. Von der sexuellen Revolution zum queer-feministischen Aufstand, Schmetterling Verl., 2010, ISBN 978-3896570567

 


subversives bibliotheken & archiv - fest am 23.04.2010

10 jahre anarchistische bibliotheken und 16 jahre archiv der sozialen bewegungen in wien sind grund genug uns zu feiern!

tausende bücher, zeitschriften, plakate und themenordner in unseren regalen dokumentieren, wofür linke und linksradikale bewegungen gekämpft haben und es immer noch tun.

weil es wichtig ist: sich mit der eigenen geschichte und theorie auseinanderzusetzen, orte zu schaffen, an denen gelesen, diskutiert und gestritten wird, weil alles einmal anders war und nichts bleibt, wie es ist.

nach so vielen jahren sammlerei, leserei, sortiererei, lachen, trinken, weinen, nach rückschlägen und erfolgen, wollen wir feiern. ohne unterstützung von anderen wäre vieles nicht möglich gewesen. dafür danke!

archiv der sozialen bewegungen / wien, bibliothEKH, Bibliothek von unten

 

Programm:

"cherry sunkist" - tanzbar bis experimentell rumpelnde elektro-beats (aus laptop, gitarre, synths & drumcomputer) mit Cherry Sunkists aggressiv-melancholischer stimme, die in bester Riot-Grrrl-Manier ihre beschwerden über eine fremdbestimmte welt los wird.

"pallawatsch" - "tanzbares zwischen tradition und interpretation" - orientiert am osteuropäischen klezmer und verschiedenen musikalischen einflüssen aus osteuropa und dem orientalischen raum, spielen pallawatsch jiddische lieder mit wunderschönen und teilweise ungewöhnlich schrägen melodien, die zum tanzen nur so mitreissen. und auflegerei von "club socialismo tropical".

zur leiblichen stärkung gibt's borschtsch und zirrrrbe und in den tiefen der nacht werden schließlich noch einzigartige buch-rarities versteigert.

bis konzertbeginn (ca. 21:30) gibt's begrüßungscocktails zum einstimmen.

in diesem sinne: schmeißt euch in Frack & Fummel, macht auf der Bühne Licht, tanzt bis der Schuppen wackelt und zusammenbricht!!

 


 

Bildung für alle - und zwar umsonst!

Präsentation der Broschüre "Jenseits von Humboldt. Von der Kritik der Universitä:t zur globalen Solidarischen Ökonomie des Wissens" mit VertreterInnen der "Plattform Massenuni"

Donnerstag, 25. Februar 2010 ab 19.00

Europaweit brennen die Universitäten. In Wien gingen am 28.10.09 40.000 StudentInnen auf die Straße, um gegen die unhaltbaren bildungspolitischen Zustände zu protestieren. Die Plattform Massenuni beschäftigt sich in ihrer Broschüre mit der Rolle der Massenuniversitäten im postfordistischen Kapitalismus. Was das (nicht nur für die Studierenden) bedeutet und welche Möglichkeiten einer anderen Form von Wissens-Produktion/Kommunikation/Distribution im Rahmen einer Solidarischen Ökonomie der Bildung bestehen, ist Thema der Veranstaltung.     Zur Online-Version der Broschüre

Die Veranstaltung findet im Rahmen der "Woche des Wissens und Forschens" statt :-)


Der Barbier von Bagdad. Leben, Sterben, Glauben im Irak

Donnerstag, 11. Februar 2010 ab 19.00 Buchpräsentation mit Paul Flieder

Paul Flieders Reportage gilt dem Alltagsleben der Menschen, deren ständige Angst vor Terror und Militärschikanen zu einer völligen Umstellung ihrer Lebensgewohnheiten geführt hat. Er berichtet über ein Land, dessen Bevölkerung traumatisiert ist und ohne Hoffnung in die Zukunft blickt. Er spricht mit Witwen und Waisen, Entführungs- und Bombenopfern, Geschäfts- und Theaterleuten, Imamen und Polizisten, die er auf Reportagereisen - oder in einem Bagdader Friseurladen kennenlernt. Von der ständigen Angst vor Attentaten, von dem Leben mit den vielen behinderten Familienmitgliedern, vom stark steigenden Analphabetismus, dem Mangel an gebildeten Fachkräften und dem Kampf um eine freie Religion     Zur Rezension

Der Barbier von Bagdad. Leben, Sterben, Glauben im Irak

Paul Flieder, 2009, Residenz Verl., ISBN 3701731489


w23 Soliflohmarkt-Party am 19.12.09 ab 17.00 Uhr


12.11.2009, 19.30 Uhr: Dem Krieg entkommen? Buchpräsentation mit Thomas Schmidinger

Dem Krieg entkommen? Tschetschenien und TschetschenInnen in Österreich

Zum Konflikt in Tschetschenien existiert im deutschsprachigen Raum eine relativ spärliche Vielfalt an wissenschaftlicher Fachliteratur. Über die Situation der „Flüchtlinge aus Tschetschenien“ in Österreich gibt es noch weniger Druckwerke. Diese wissenschaftliche Lücke soll der Sammelband füllen. Folgende Fragestellungen werden unter anderem in den geplanten Beitrügen in Hinblick auf oben genannte Thematik diskutiert: Warum kommt es zur Flucht? Wie wirken sich die Fluchtgründe und die Flucht selbst auf die Psyche der MigrantInnen und deren Leben im Aufnahmeland aus? Welchen Stellenwert haben gesellschaftliche Normen der TschetschenInnen in den Aufnahmeländern?

von Herwig Schinnerl, Thomas Schmidinger (Hg.)

ISBN: 978-3-902282-20-0, 2009, Verein Alltag Verlag


29.09.2009, 19.00 Uhr: aktuelle politische und soziale Bewegungen im Iran

Veranstaltung mit Hassan A., Exiliraner, Politik- und Sozialwissenschafter, Aktivist in London, Mitbegruender “Solidarity council for struggle in Iran”, Mitarbeiter bei Noborder.

  • Einleitend: -1979 persönliche Erfahrungen
  • Shariagesetze und Frauen
  • Gewerkschaften
  • Massentötungen 1988
  • wirtschaftliche Verarmung
  • Frauenbewegung, Jugendbewegung, unabh. ArbeiterInnenbewegung
  • Arbeitslosenbew., Menschenrechtsbew., Nationalistenbew., direkte Aktionen
  • Massenproteste seit Wahlbetrug Juni 09, Verhaftungen, die gruene Bewegung und die Opposition, hoffend auf Sturz des Regimes

 

28.09.-03.10.09 Aktionswoche gegen Überwachung

Programm


    Buchpräsentation und Party am 28. März um 19.30 Uhr mit Doris Akrap

    Die Heebie-Jeebies im CBGB's. Die jüdischen Wurzeln des Punk

    und danach: Party mit einschlägiger Musik

    Punk ist jüdisch? »Die Heebie-Jeebies im CBGB’s« wagt einen völlig neuen Blick auf die Geschichte des amerikanischen Punk.

    Der US-amerikanische Autor und Publizist Steven Lee Beeber untersucht erstmals die Entstehung der amerikanischen Punkbewegung mit Blick auf den jüdischen Background der wichtigsten Protagonisten wie Tommy und Joey Ramone, Lou Reed, Richard Hell oder Jonathan Richman. Sie alle gehörten der ersten Generation amerikanischer Juden an, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgewachsen ist. Punk wurde zu ihrer Form der Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. "Im New York Punk spiegelt sich die jüdische Geschichte von Unterdrückung und Unsicherheit, Flucht und Migration, gleichzeitig drinnen und draußen, gut und schlecht zu sein. Diese Musik drückt das Gefühl der Post-Holocaust-Generation aus, das Gefühl, immer am falschen Ort zu sein", so Beeber in einem Interview.

    Beeber hat für sein Buch über 125 Protagonisten des jüdischen Punk interviewt. Er zeichnet eine Geschichte des amerikanischen Punk von seinen Vorläufern wie den Fugs und Velvet Underground über die Ramones bis hin zu Richard Hell. Daneben bietet er Einblicke in die Avantgarde-Szene um John Zorns Label Tzadik, die jüdische Comicszene New Yorks und die aktuelle jüdische Punkszene.

    Aus dem Englischen von Doris Akrap. (zit. n. Ventil Verlag)