ZUR GESCHICHTE DER NS-MEDIZIN IN WIEN

Veranstaltungsreihe vom 14.2. - 17.02.2017

Im Mittelpunkt der NS-Medizin stand nicht die Sorge um einzelne Kranke, sondern um die rassistisch geprägte "Volksgesundheit" bzw. die Reinhaltung der "völkischen Erbmasse".

Die Medizin übernahm im Nationalsozialismus eine neue Aufgabe: die "Ausmerzung" von als "minderwertig" qualifizierten Menschen. Für Personen mit Behinderungen oder psychischen Krankheiten, Angehörige sozialer Randgruppen und Unangepaste war in der nationalsozialistischen Volks- und Leistungsgemeinschaft kein Platz. Sie wurden verfolgt, eingesperrt und der Vernichtung preisgegeben.

Heute gilt der Name "Am Spiegelgrund" als Synonym für Verbrechen der NS-Medizin. Die Aufarbeitung diser Verbrechen ging nur schleppend vor sich: während viele Ärzt_innen mit NS-Vergangenheit ihre berufliche Laufbahn fortsetzten, wurde den Opfern der NS-Medizin jegliche staatliche Anerkennung und "Wiedergutmachung" vorenthalten.

In einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe wollen wir die Ausstellung Der Krieg gegen die "Minderwertigen"besuchen, an Friedrich Zawrel erinnern und die Dokumentation am Spiegelgrund ansehen.


AUSSTELLUNGSBESUCH UND RUNDGANG (Di, 14.2.2017)

Der Krieg gegen die "Minderwertigen" - Gedenkstätte Steinhof

Die Heil- und Pflegeanstalt "Am Steinhof" - das heutige Otto Wagner Spital, wurde in den Jahren nach dem "Anschluss" zum Wiener Zentrum der nationalsozialistischen Tötungsmedizin, die mindestens 7.500 Steinhof- Patient_innen ermorderte

Von 1940 bis 1945 existierte auf dem Anstaltsgelände unter der Bezeichnung "Am Spiegelgrund" eine sogenannte "Kinderfachabteilung" in der rund 800 kranke oder behinderte Kinder und Jugendliche umkamen.

Die Aufarbeitung dieser Verbrechen ging nur schleppend vor sich: Wärend viele Ärzt_innen mit NS-Vergangenheit ihre berufliche Laufbahn fortsetzten, wurden den Opfern jegliche staatliche Anerkennung und "Wiedergutmachung" vorenthalten.

Sterbliche Überreste von Opfern der Anstalt "Am Spiegelgrund" wurden bis in die 1980er Jahre für Forschungszwecke verwertet. Erst im Jahr 2002 erfolgte deren Bestattung in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof. Weitere Spiegelgrund-Präperate sowie sterbliche Überreste von Opfern der "dezentralen Euthanasie" am Steinhof wurden im Mai 2012 bestattet.

Wir wollen gemeinsam die Ausstellung Der Krieg gegen die "Minderwertigen" der Gedänkstätte Steinhof im Otto Wagner Spital besuchen.

Dienstag, 14.2. um 18.00 Uhr (bitte pünktlich). Treffpunkt: 48A Haltestelle Otto Wagner Spital

veranstaltet von: RosaAntifa Wien



ERINNERUNGEN AN FRIEDRICH ZAWREL (Mi, 15.2.2017 um 19.00 Uhr

Ausschnitte aus der Dokumentation "Vergessene Opfer"

Friedrich Zawrel, geb. 1929 in Lyon – gestorben am 20. Februar 2015, verbringt den Großteil seiner Kindheit in Kinderheimen und Erziehungsanstalten. Im Jänner 1941 wurde er in die Krankenanstalt Am Spiegelgrund eingewiesen, in der ungefähr 7.500 Patienten, darunter etwa 800 Kinder, ermordet wurden. Auch Zawrel wurde Opfer von Folterungen und medizinische Versuchen. 1944 gelingt ihm die Flucht. Er erzählt von seinen Schwierigkeiten in der Gesellschaft Fuß zu fassen, dem Zusammentreffen mit dem ehemaligen Spiegelgrundarzt Dr. Gross – in den 70ern angesehener Gerichtsgutachter und SPÖ-Mitglied – sowie dessen Versuch, ihn in Sicherheitsverwahrung verschwinden zu lassen. Zawrel gelingt es gemeinsam mit der „Arbeitsgemeinschaft Kritische Medizin“, den „Fall Gross“ öffentlich zu machen.

Link zum Film

veranstaltet von: das que[e]r



SPIEGELGRUND - DOKUMENTATION (Fr, 17.2.2017 i, 20.00 Uhr

In der Dokumentation Spiegelgrund erzählen Menschen, die während des Nationalsozialismus vom Erziehungs- und Euthanasieprogramm an der Wiener Jugendfürsorgeanstalt und Kinderfachabteilung "Am Spiegelgrund" als Opfer und Angehörige betroffen waren, von ihren traumatischen Erlebnissen, die ihr Leben bis heute bestimmen.

Spiegelgrundzeigt einen ungeschminckten Blick auf den Umgang des offiziellen Österreichs mit seiner Geschichte.

Spiegelgrund (A, 1999, 71 min): Regie Angelika Schuster und Tristan Schindelgruber


10 Jahre w23 \o/

Veranstaltungen 9.-18.10.2016

Sonntag 9.10.2016 14:00 

Let’s encrypt!
FLIT* Crypto Wohnzimmer

Kommunikation läuft über viele Kanäle wie z.B.: E-Mails, SMS, Skype, Chats usw. Dabei hinterlassen wir täglich jede Menge (Daten)Spuren, Diese in Summe zeichnen ein sehr datailiertes Bild über uns, mit wem wir, wie oft kommunizieren. Unser Smartphone, der Computer beherbergen einen Haufen Informationen, die – im worst-case – die Repressionsbehörden sehr interessieren und die uns selbst und andere gefährden (können). Also was tun?!

E-Mails verschlüsseln? Gerne, aber wie? Signal, RedPhone? Was ist denn das?! Was kann ich tun um meine Daten auf meinem Smartphone oder Notebook besser zu schützen?

Wir wollen uns gemeinsam anschauen welche Möglichkeiten/Software/Apps es gibt und wie sie am besten einsetzbar sind.

Falls ihr gleich Sachen ausprobieren wollt macht vorher unbedingt ein vollständiges Backup! Und nicht vergessen, Akku(s) aufladen, Netzteil mitnehmen! ;)


Workshop FLIT* only!
hosted by Rosa Antifa Wien


Dienstag 11.10.2016 18:00

Geschenkt wurde uns nichts

Annita Malavasi war 22 Jahre alt, als deutsche Truppen 1943 das bis dato verbündete Italien besetzten. Als Partisanin „Laila“ überbrachte sie Informationen, transportierte Waffen, bewegte sich mit und zwischen den kämpfenden Einheiten und nahm selbst an Gefechten teil. Über ein Jahr war sie in den Bergen des Apennin und kämpfte gegen die deutschen Besatzer, gleichzeitig musste sie sich gegenüber den Männern in den Bergdörfern behaupten. Gegen Kriegsende gehörte Laila zu den wenigen weiblichen Kommandierenden im italienischen Widerstand.

Der Film erzählt die Geschichte einer lebenslangen Emanzipation, die mit dem Befreiungskampf gegen den Faschismus begann. Laila und zwei ihrer Genossinnen, Gina „Sonia“ Moncigoli und Pierina „Iva“ Bonilauri, berichten von ihrer Zeit in der Resistenza und ihrer Bedeutung für sie und viele andere Frauen.


Filmabend
hosted by Rosa Antifa Wien


Mittwoch 12.10.2016 19:00 

Älter werden und einsteigen in die „Szene“

Die radikale Linke, von Aktivist_innen häufig irgendwo zwischen „Szene“ und „Sumpf“, verortet, gilt als Jugendbewegung. Radikale Herrschaftskritik, würde demnach enden, wenn das ernste, bürgerliche Leben beginnt. Wie verhält es sich nun mit dem Älterwerden in linksradikalen Zusammenhängen? Welche Rolle spielen Lebensphasen im eigenen politischen Aktivismus? Sind die Zumutungen im Kapitalismus zwischen Lohn- und Reproduktionsarbeit, Job und Betreuungszeiten vor allem äußerlich? Ändert sich das Verhältnis zum politischen Widerstand mit der Erfahrung von Fehlschlägen und der Summierung von Frustration? Und wie stehen das „Dabeibleiben“ und der – nicht nur eigene – „Einstieg“, in politische Zusammenhänge, in einem Kontext? Wie leicht oder schwer wird es gerade, aber nicht nur, jüngeren Aktivist_innen gemacht Zugang zur „Szene“ zu finden und was für ein Verhältnis kann sich zwischen jüngeren und älteren Aktivist_innen ergeben?

Ein offener Abend mit aktuellen und biographischen Erfahrungen aus den letzten Jahr-(zehnt)en politischen Widerstands, jenseits identifikatorischer Nabelschau.


Diskussion
hosted by das que[e]r und die bibliothek von unten


Donnerstag 13.10.2016 19:00 

Geschichte in Bewegung
Soziale Proteste und geschichtspolitische Transformationen rund um Nationalfeiertag,
Leistungsschau und Heldenplatz

Die jüngsten geschichtspolitischen Umwälzungen im Zentrum der Zweiten Republik (“Fest der Freude”, “Deserteursdenkmal”, Umgestaltung des “Österreichischen Heldendenkmals”) wurden maßgeblich durch soziale Proteste angestoßen. Dies gibt Anlass für eine Rückschau und Diskussion der Entwicklungslinien antimilitaristischer und antifaschistischer Kämpfe um historische Deutungshoheit im Zentrum der Bundeshauptstadt und deren Einfluss auf offizielle Geschichtsbilder in Österreich.

Vortrag & Diskussion von/mit Johannes Kramer und Peter Pirker
hosted by das Archiv der sozialen Bewegungen Wien


Samstag 15.10.2016 ab 20:00 

Deka//dance
10 Jahre w23 Party

10 Jahre – also eine Dekade – gibt es nun die w23 schon! 10 Jahre unzählige Diskussionen im que[e]r, Schmökern in der Bibliothek von unten, Stöbern im Archiv der sozialen Bewegungen und soooo vieles mehr. Grund genug zum feiern! Gemeinsam anstoßen, mit unseren langjährigen Wegbegleiter_innen, unseren neuen Mitkämpfer_innen und all den solidarischen Menschen rund um uns herum.

[Hint on] Wir lassen uns gerne an dem Abend auch etwas Arbeit abnehmen und auch Geburtstagsgeschenken sind wir nicht abgeneigt [/Hint off] ;)
mit Schirmchen Drinks, Deka//dance und vielem mehr!


Ort: Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien /
hosted by:

 


Musenküsse – Literarische Grenzüberschreitungen

 

Wie praktikabel sind interdisziplinäre Arbeits- bzw. Lebensweisen? Wie hilfreich, ergänzend, inspirierend, störend, befriedigend sind Wechselwirkungen zwischen den Künsten? Woher, wann, unter welchen Umständen kommt die Muse, um die Schreibenden zu küssen?

"Musenküsse" ist eine multimediale Lesereihe, die 2015 von Eva Geber ins Leben gerufen wurde: Die Autorin, 35 Jahre Mitherausgeberin der feministischen Frauenzeitschrift "AUF" und Frauenpreisträgerin der Stadt Wien, lud interdisziplinär tätige Schriftstellerinnen ein, Formen medienübergreifender Literatur vorzustellen.

Für das Jahr 2016 hat Kuratorin Geber nun die Staffel an ihre junge Kollegin Verena Dürr weitergegeben. Die Musikerin, Performancekünstlerin und Autorin wird nun ihrerseits an drei Abenden sechs Positionen aus ihrem künstlerischen Umfeld vorstellen, die Synergien zwischen Literatur und anderen Kunstformen ins Zentrum rücken.

Die Musenküsse ist eine Kooperation mit dem feministischen Literaturverein AUF Kultur.

An die Lesungen anschließende Diskussionen im literatur- und politaffinen Ambiente des Kulturraum w23 und der darin beherbergten "Bibliothek von unten" und dem Archiv der sozialen Bewegungen / Wien, sind erwünscht. Bücher und CDs der Beteiligten liegen vor Ort zum Kauf auf.

Eintritt frei. Spenden nach eigenem Ermessen.

Kuratierung und Moderation: Verena Dürr und Eva Geber

 

Termine

Freitag, 14.10.16, 19.00

Lale Rodgarkia-Dara (Diaprojektion und Lesung)

Ann Cotten und Lucy Cotten alias dental princes (Konzert)

Den Anfang macht die Künstlerin, Lektorin und Radiomacherin Lale Rodgarkia-Dara, die sich selbst unter anderem als "Medieninstallateurin" bezeichnet und zusätzlich zu ihrer Lesung eine Rauminstallation zeigt. Im Anschluss daran betritt die Lyrikerin und Übersetzerin Ann Cotten zusammen mit ihrer Schwester und Musikerin Lucy Cotten unter dem Namen "dental princes" das Liedermacherinnenparkett.

Infos unter http://www.speis.net und https://de.wikipedia.org/wiki/Ann_Cotten

 

Freitag, 28.10.16, 19.00

Roman Gerold (Live-Hörspiel und Erzählung)

Verena Dürr und Ulla Rauter alias bis eine heult (Konzert)

Abend Nummer zwei bestreiten der Kulturjournalist und Elektronikmusiker Roman Gerold und Kuratorin Verena Dürr und ihre Künstlerkollegin Ulla Rauter. Während Gerold seine literarische Phantastik in ein komplexes Livehörspiel verwandelt, präsentiert Dürr poetische Miniaturen, bei denen der Klang gleichwertig mit dem Text steht. Als musikalisch-poetische Abrundung des Abends präsentiert das Poesie-Pop-Duo Bis eine heult (Verena Dürr und Ulla Rauter) Stücke aus dem neuen Lieder-Zyklus "Schwester".

Infos unter http://roman.ritornell.at/ und www.biseineheult.at

 

Freitag, 11.11.16, 19.00

Stephanie Pichler (Buchpräsentation und Lesung)

Christine Schörkhuber und Eva Schörkhuber (Textvortrag, Lieder und Experimentalmusik)

Am letzten Abend liest, die als Kunstpädagogin tätige Lyrikerin Stefanie Pichler aus Büchern, die sie selbst illustriert und gestaltet. Danach verschmelzen Do-it-yourself-Elektronikerin und Politpoetin Christine Schörkhuber und Autorin und Co-Kuratorin der Literaturpassagen MQ Eva Schörkhuber ihre Kunstformen miteinander.

Infos unter www.chschoe.net und de.wikipedia.org/wiki/Eva_Schörkhuber

 

Veranstalterin: Verena Dürr www.venerasinn.com

 

vergangene Veranstaltungen:

IN OUR OWN WORDS am 29.04.2016 um 19 Uhr

Buchpräsentation mit Aktivistinnen des International Women Space Berlin

(in engl. mit Übersetzung auf Somali und Deutsch)

Geflüchtete Frauen in Deutschland erzählen von ihren Erfahrungen ; Wir – die Aktivistinnen vom International Women Space (IWS) – hatten es uns 2013 als Aufgabe gesetzt, die Lebensgeschichten von geflüchteten Frauen in Deutschland zu dokumentieren. Wir näherten uns dem Projekt mit Hilfe der lateinamerikanischen Tradition der Testimonal-Literatur an – dabei immer mit dem Blick darauf, die Stimme der Stimmlosen zu verstärken. (...) Zwei Jahre nachdem sich viele über ihre Geschichten miteinander ausgetauscht haben und viele Frauen kollektiv an diesem Projekt gearbeitet haben, freut sich der IWS die Veröffentlichung von IN UNSEREN EIGENEN WORTEN bekannt geben zu können.

Das Buch enthält Text von und über Frauen und beinhaltet zehn Testimonials von geflüchteten Frauen in Deutschland: Frauen, die migrieren hätten können, aber denen keine Visa ausgestellt wurden. Frauen, die in ihren eigenen Regionen zu Geflüchteten wurden, bevor sie versuchten über die tödlichen Routen nach Europa zu kommen. Frauen, die vor Krieg, Armut und Umweltkatastrophen fliehen, welche durch die Gier von Unternehmen erzeugt werden; Frauen, die der Verfolgung entfliehen müssen, da sie nicht dem Geschlecht entsprechen, welches ihnen bei ihrer Geburt zugeteilt wurde. Frauen, die vor ihren eigenen Familien weglaufen müssen, da sie nicht die durch das Patriarchat verursachte häusliche Gewalt akzeptieren.

IN UNSEREN EIGENEN WORTEN dokumentiert mutige Frauen, die gegen schwierige Realitäten gekämpft haben, wir sind sicher, das wird uns alle in unserem Kampf für Emanzipation inspirieren.“

Infos unter: https://iwspace.wordpress.com/in-unseren-eigenen-worten/

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Frauen* Flucht Gründe” statt und wird von der Initiative für Frauen* auf der Flucht organisiert.

Die Lesung wird auf Englisch sein und auf Deutsch und Somali übersetzt. Für Übersetzung in weitere Sprachen kontaktiert uns bitte!

Leider ist der Raum nicht barrierefrei.

 


 

queer-feministische Tage in Salecina

Infoveranstaltung am 11. März um 20 Uhr

 

Queer-Feminismus ist heute so divers wie lebendig – so notwendig wie Spaß bringend. Das hat sich nicht zuletzt bei den queer-feministischen Tagen im Juni 2015 gezeigt, bei denen sich über 50 Frauen* aus verschiedenen Ländern in Salecina zusammengefunden haben, um sich auszutauschen, zu diskutieren, auch zu streiten, lachen, tanzen und vielem mehr. Gemeinsam wurde ein offener und solidarischer Raum geschaffen, gestaltet mit den Dingen und Themen der Teilnehmer*innen.

Wir, fünf Teilnehmerinnen des letzten Jahres, wollen im Juni 2016 daran anknüpfen und laden herzlich zur Beteiligung an Programm und Seminaren ein. In unserem offenen ‚Call for Workshops‘ wollen wir ganz besonders eine transnationale Perspektive stärken.

Salecina ist dafür der geeignete Ort: Zum einen, weil er unter anderem von Frauen* mitbegründet und aufgebaut wurde, in der Hoffnung, eine Veränderung der Geschlechterverhältnisse nicht nur zu planen, sondern auch zu leben. Mit dem Seminar wurde im letzten Jahr an eine Tradition der 1970er Jahre angeknüpft, als sich Frauen* in Salecina trafen, um gemeinsam über ihre Arbeits- und Produktionsbedingungen sowie die Sexismen zu diskutieren, denen sie ausgesetzt waren. Zum anderen liegt Salecina in der italienischen Schweiz mitten in den Alpen und bietet einen Verbindungspunkt zwischen verschiedenen Ländern. Zuletzt ist auch das Haus selbst ein Ort zum Mitmachen: Hier kümmert sich das Team von Salecina um die organisatorischen Dinge. Für die Erledigung der alltäglichen Aufgaben wie Kochen und Putzen sind alle Gäste und Seminar-Teilnehmende selbst verantwortlich.

Ein idealer Raum also, den wir gemeinsam gestalten wollen. Dafür brauchen wir Eure Ideen und Vorschläge, Eure Kenntnisse und Fähigkeiten, die ihr teilen wollt. Bitte meldet Euch, wenn Ihr einen Beitrag oder Workshop beisteuern wollt: sei es ein theoretischer oder praktischer Input, eine körperliche Übung oder eine Fragestellung, die Ihr schon immer diskutieren wolltet. Alles ist offen. Vorschläge könnt Ihr bis zum 29.2.2016 an amalie.salecina@gmx.deschicken.

Natürlich könnt Ihr auch ohne Beitrag teilnehmen.

Unseren Einladungsflyer und alle Informationen zu Anmeldung, Bezahlung, Anfahrt usw. findet Ihr im Anhang oder unter http://www.salecina.ch/files/8214/5000/7792/Flyer_16_06_queer-feministisches_Frauen_Seminar.pdf

Wir freuen uns schon!!!

 

Appello: giorni queer-femminista a Salecina!

il femminismo-queer è oggi così diverso quanto vivace, tanto necessario quanto capace di generare piacere e divertimento. Questo, e non solo, è quanto è emerso nei giorni queer-femministi di Salecina dello scorso giugno 2015 dove più che 50 donne* provenienti da paesi differenti si sono ritrovate per discutere insieme, dibattere, ridere, ballare e tanto altro ancora. Insieme si è creato uno spazio aperto e solidale, formatosi attraverso i temi e le questioni poste delle partecipanti* stesse.

Noi, cinque donne* che hanno partecipato all'iniziativa l'anno scorso, vogliamo riprendere quest’idea nel 2016 e quindi con grande piacere vi invitiamo a partecipare al programma e ai seminari. In particolare con il nostro “Call for Workshop” vogliamo rafforzare e dare spazio a una prospettiva transnazionale.

Per fare questo Salecina è indubbiamente il luogo adatto : da un lato perché è stato co-fondato e istituito dalle donne* stesse con la speranza non solo di progettare un cambiamento nel rapporto tra i sessi ma anche di viverlo concretamente. Col seminario dell'anno scorso infatti è stata ripresa una tradizione degli anni 1970 in cui le donne* si incontravano a Salecina per discutere delle loro condizioni di lavoro e produzione così come del sessismo al quale erano esposte. Dall'altro lato perché Salecina, trovandosi nella parte italiana delle alpi svizzere, offre un ottimo punto di collegamento tra i diversi paesi. Ed infine perché anche la casa stessa è un luogo di partecipazione: qui un "team di guardiane" si occuperà delle questioni organizzative mentre per le cose di ogni giorno, come cucinare e pulire, saranno responsabili tutte* le ospiti e partecipanti al seminario.

Un luogo ideale dunque, che vogliamo creare tutte* insieme! Per questo abbiamo bisogno delle vostre idee e proposte, delle vostre conoscenze e competenze che volete condividere. Se avete un'attività o un workshop in preparazione fatevi sentire: che sia un discorso teoretico o un approccio pratico, un esercizio fisico o una questione che volevate discutere già da tempo. Tutto è aperto. Potete mandare le vostre proposte entro il 29.2.2016 al seguente indirizzo: amalie.calecina@gmx.at

Potete partecipare anche senza una proposta.

Tutte le altre informazioni circa la prenotazione e l'iscrizione, il pagamento, l' arrivo ecc. le trovate sul volantino all'allegato o http://salecina.ch/files/4414/5165/7911/Flyer_16_06_seminario_donne_queer_e_feminista.pdf

Non vediamo l'ora di ricevere le vostre proposte!

 

Queer feminist days

Today, queer-feminism is as divers as vivid, as necessary as fun. This has been shown during the queer-feminist days in Salecina in June 2015, when more than fifty women* from different countries came together to exchange ideas, discuss, even dispute, laugh, dance and so much more. Together we built up an open and solidary space filled with ideas and topics from all of us. We (five participants from the last year) aim to continue and are warmly inviting you to take part in our program and seminar in June 2016. Our open ‘Call for Workshops’ intends to especially strengthen a transnational perspective.

Apparently, Salecina is just the right place for this: First, because it was co-founded by women with the hope not only to change but also to live different gender relations. Last year, the Seminar followed the tradition of the 1970s, when women* met in Salecina to talk about working and production conditions as well as about sexism they had experienced. Second, because Salecina occurs to be situated in the middle of the Italian-speaking part of Switzerland – a connection point between different countries. Last, the place itself is a place to participate: The caretakers from Salecina support the organizational things, but all guests and participants are responsible for the daily duties such as cooking and cleaning.

All in all, it is a great place with special spaces we jointly want to shape. Therefore, we need your ideas and propositions, your knowledge and skills. If you want to share, please let us know. We are happy about any kind of contributions or workshops – it does not matter if it’s a theoretical input, a practical offer, physical exercise, questions you've always wanted to discuss, or a musical input in the evening. Everything is possible. Proposals can be sent until 29th February 2016 to amalie.salecina@gmx.de

Of course, you are also welcome to participate without any contribution!

We are looking forward to meeting you all in June!!!


CLÜB RADIKAL am 18. März in der Arena

Unsere Partys werden von verschiedenen linken Gruppen & Projekten aus Wien gemeinsam, im soldiarisch zur Verfügung gestellten Dreiraum der Arena, organisiert. Die Erlöse fließen in unsere politische Arbeit und an ähnliche Projekte in ganz Wien, die Unterstützung benötigen.

Wir haben nicht immer das gleiche Programm - Auflegerei, Konzerte, Lesungen, Performances - was beim CLüB RADICAL passiert, kann viele Formen annehmen.

Wir feiern so, dass sich alle wohlfühlen können. Sexistische, rassistische, antisemitische, homo- oder transphobe Ausfälle haben im CLÜB RADICAL nichts verloren!

Zum Auftakt gibt es feinste „soulful sounds in all styles“ der legendären CLUB SOCIALISMO TROPICAL – zum Feiern bei radicalem Beach & Sunshinefeeling laden die DJs Raina, Tesa & Furious Horst!

Watch out for more! Lebt und feiert RADICAL!

Folgetermine: Juni 2016 ; Oktober 2016; Dezember 2016

Location: Dreiraum (http://arenavie.com )

Eintritt: 5€

 


 

"Deutschland treibt sich ab"

Buchpräsentation am Fr., 26. Februar um 18 Uhr

Die expliziten Anti-Abtreibungsorganisationen, christlicher Fundamentalismus und neurechter Antifeminismus drängen mit ihren Kampagnen in die Öffentlichkeit. Zu ihrer größten Veranstaltung, dem "Marsch für das Leben" in Berlin, bringen sie mittlerweile bis zu 4.000 Menschen auf die Straße. Ende 2014 ist ein Buch erschienen, das die antidemokratischen und antifeministischen Potenziale der selbsternannten "Lebensschützer" herausarbeitet.

Die Autor_innen zählen heute mindestens 60 explizite "Lebensschutz"-Organisationen allein in Deutschland, die nahezu vollständig christlich-fundamentalistisch inspiriert sind. Hinzu kommt die Bearbeitung des Themas durch Parteien, insbesondere die AfD (Alternative für Deutschland) und Lobbyorganisationen in Berlin und Brüssel. Die Publikation legt eine umfassende Analyse der aktuellen "Lebensschutz"-Bewegung vor und setzt sich kritisch und fundiert mit den Begriffen, Inhalten, der Geschichte sowie den Aktionsformen und Organisationen der Bewegung auseinander.

Vortrag & anschließende Diskussion mit den Autor_innen Ulli Jentsch und Eike Sanders (apabiz e.V.)

Eine gemeinsame Veranstaltung der Bibliothek von unten und Rosa Antifa Wien


 

6.11.2015 um 19 Uhr

Kampf um Kobane / Buchvorstellung mit dem Hrsg. Ismail Küpeli

Der Kampf um Kobanê und Rojava ist eine zentrale Auseinandersetzung im Nahen und Mittleren Osten. Der Konflikt bietet Anlass, zentrale politische Auseinandersetzungen neu aufzugreifen

Im September 2014, begann der "Islamische Staat" (IS) den Angriff auf die kleine Grenzstadt Kobanê in Rojava/Nordsyrien. Nachdem aber Kobanê entgegen der Erwartungen nicht in kurzer Zeit fiel und die PKK-nahen kurdischen Kämpfer_innen die Stadt halten konnten, wurde die Weltöffentlichkeit auf den Konflikt aufmerksam. Einige Wochen lang wurde hastig berichtet, emotional bewegende Bilder wurden eingefangen und herumgereicht - nur um sich nach kurzer Zeit dem nächsten Konfliktherd zuzuwenden.

Der Kampf um Kobanê und Rojava ist eine zentrale Auseinandersetzung im Nahen und Mittleren Osten, in der alle relevanten Akteure auf die eine oder andere Weise involviert sind. Kobanê wird weiterhin die politischen Ereignisse in der Region prägen - sowohl den "Friedensprozess" zwischen der Türkei und der PKK als auch den Büger_innenkrieg in Syrien. Der Konflikt bietet Anlass, zentrale politische Auseinandersetzungen neu aufzugreifen - wie etwa die Frage nach Gewalt als Mittel der Politik und nach dem Entwurf einer neuen Gesellschaftsordnung. Anders gesagt: Lässt sich eine basisdemokratische Gesellschaft durch Krieg verteidigen oder ist eine militärische Auseinandersetzung der Tod für jegliches emanzipatorische Projekt?

Buchpräsentation mit Ismail Küpeli, Herausgeber des Sammelbands "Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens", wird die Beiträge über die Situation in Rojava, die politische Lage in der Türkei, den blutigen Bürger_innenkrieg in Syrien und den "Islamischen Staat" darstellen und die Überlegungen der Autor_innen zur Diskussion stellen.

Hosted by Rosa Antifa Wien und Bibliothek von unten

Ismail Küpeli (Hg.): Kampf um Kobanê. Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens. Ed. Assemblage, 2015




15 Jahre Bibliothek von unten - Fest

am Sa, 17. Okrober 2015 ab 20 Uhr

15 Jahre Bibliothek von unten am Sa, 17. Oktober 2015 ab 20 Uhr

Jubiläumsfest im EKH (1100 Wien, Wielandgasse 2-4)

mit Kommando Elefant

Auflegerei, Cocktails, Versteigerung ...

Solibeitrag: 5€


"Wieder ein Buch fertig" Umtrunk

am Fr, 2. Oktober 2015 ab 20 Uhr

mit unserem Lieblingsautor* Robert Foltin

und Fiaker Fiasko ab 20.30 Uhr

ab 21.30 Uhr: das Publikum entscheidet. Entweder:

Buchvorstellung (kurz) „Autonome Theorien“

oder

Lesung aus Die Rote Garde , der Fortsetzung des Romans „Herbst 1918


 

save the date / Oster-Special:

Banging-in-the-nails. Filmfes†ival der Blasphemie, Fr, 3. April bis Sa, 4.April 2015

Freitag, 3.4.2015, 19 Uhr

A dirty shame (John Waters, US, 2004) „Komm nach Hause zu mir und meinem Penis, wo du hingehörst“. Konservative Hausfrau wird Jüngerin einer Sexreligion. Die Ausbreitung der Sexmanischen treibt die „Anständigen“ der Stadt auf die Barrikaden.


Freitag, 3.4.2015, 21 Uhr

Jesus – der Film (Michael Brynntrup, Anarchistische Gummizelle etc., BRD/DDR, 1986) Bryntrupp, gespielt von Jesus, dokumentiert den Lebensweg von Jesus. Von den ersten Ultraschallbildern der unbefleckten Empfängnis bis hin zur vampirhaften Vorliebe des Bluttrinkens. 8mm Film, der erst 2014 digitalisiert wurde.


Samstag, 4.4.2015, ab 17.30 Uhr

Best of Blasphemy

Black Books, John Safran vs. God, Simpsons, Futurama usw. usf.


Samstag, 4.4.2015, 20 Uhr

Das Gespenst (Herbert Achternbusch, D, 1982) „Gebt mir Scheiße für die Polizei“ bettelt Jesus, der gemeinsam mit einer Oberin ein Wirtshaus eröffnet hat und dort als Kellner arbeitet. Der Film wurde in Österreich wegen „Herabwürdigung religiöser Lehren“ verboten.

 


 

LITKLUB No 1 Feministische Dys-/Utopien am Mi, 04.03.2015 um 20 Uhr

 

Solifest am Fr., 27.02.2015 ab 20 Uhr

 

Emma Adler: Die berühmten Frauen der französischen Revolution

Buchpräsentation mit der Hg.in Eva Geber am 21.11.2014 um 20 Uhr

Emma Adlers Opus Magnum »Die berühmten Frauen der französischen Revolution 1789 - 1795« erschien 1906 und stellt eine Pionierarbeit der Frauengeschichtsschreibung dar. Vorurteilsfrei widmet Emma Adler sich den Frauen jeglicher revolutionärer Richtung, weshalb sich Charlotte Corday, die Marat erstach, ebenso darin findet, wie Olympe de Gouges mit ihrer Deklaration der Rechte der Frauen. »Die Gleichheit vor dem Schafott war die einzige, die die Revolution für die Frauen wirklich festgestellt hat«, stellt Adler nüchtern fest. Ihr Mann, Viktor Adler, der Begründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs, kritisierte das Buch hart: »... allen Respekt vor der Arbeit - aber, so viel ich sehe, ist es erzreaktionär«. Er überlegt ironisch, sich öffentlich von ihr zu distanzieren, »sonst bringen sie mich noch auf die Guillotine, gegen die du eine gänzlich unbegründete Abneigung hast«.

Diese Kostbarkeit einer Würdigung von zehn Frauen, die in der Geburtsstunde der Zivilgesellschaft bereit waren, ihr Leben für die revolutionären Ideale aufs Spiel zu setzen, liegt nun nach über 100 Jahren wieder vor.

Eva Geber hat es durchgesehen und ein Nachwort über Leben und Werk Emma Adlers hinzugefügt. (Text: Mandelbaum Verl.)

 

Eva Geber (Hg.in). Emma Adler. Die berühmten Frauen der französischen Revolution. Mandelbaum Verl., 2014


 

+++ ABGESAGT +++

PRÄSENTATION DER ANTISEXISMUS-BROSCHÜRE

mit Leuten aus dem Redaktionskollektiv am 23. Mai 2014 um 20 Uhr

In einer patriarchalen und heteronormativen Gesellschaft ist Sexismus Teil unseres Alltags – sei es in der Schule, auf der Uni, in der Lohnarbeit, am Plenum der Polit-Gruppe, in der Kneipe, auf der Tanzfläche oder in der Sauna. Und fast immer bleibt die Auseinandersetzung mit Sexismus nur ein oberflächliches Lippenbekenntnis! Diese Zustände schon längst satthabend - und dennoch weiter hungrig nach Auseinandersetzung mit und gegen Diskriminierungsformen - hat sich vor eineinhalb Jahren ein unabhängiges Redaktionskollektiv in Wien zusammengefunden und an einer Antisexismus-Broschüre gearbeitet.

Mit Beiträgen von mehr als 50 Autor*innen, Grafiker*innen und Co-Redakteur*innen wird die gedruckte Broschüre nun im Raum Wien - und darüber hinaus - verteilt und verbreitet. Sie greift Sexismus und antisexistische Interventionen aus verschiedensten Perspektiven auf, möchte niederschwellig für Diskriminierungen sensibilisieren und Strategien dagegen aufzeigen.

Als Redaktionskollektiv ist uns allerdings bewusst: viele Leerstellen sind in unserem Prozess auch offen geblieben. Daher möchten wir euch die 130 Seiten an diesem Abend vorstellen und Kritiken erarbeiten sowie den Raum für Abspaltungen, Weiterentwicklungen, Neuentwürfe, Fortsetzungen und * schaffen.

und hier gibts die Antisexismusbroschüre als Download oder zum Bestellen: http://antisexismusbroschuere.wordpress.com

 

es laden ein: die RosaAntifaWien und die Bibliothek von unten

 


 

"Der Typus der kämpfenden Frau"

Frauen schreiben über Frauen in der Arbeiter-Zeitung von 1900-1933

mit der Herausgeberin Eva Geber am 7. März 2014 um 20 Uhr

 

Frauenportraits in der Arbeiter-Zeitung: Adelheid Popp beschreibt Lily Braun als »vorbildlichen Typus der kämpfenden Frau«, Therese Schlesinger schildert Rosa Luxemburgs frühen »genialen Einblick in die Triebkräfte der Weltpolitik«, Marianne Pollak bewundert an George Sand die Intensität ihres Lebens, Emma Adler erzählt beeindruckt, doch nicht kritiklos, von der schillernden Gestalt Olympe de Gouges. Frauen der Sozialdemokratie würdigten Frauenleistung und -werk, verfassten Rezensionen und Nachrufe, differenziert und mit Respekt berichteten sie von Engagement, Arbeit und Leben der Vorkämpferinnen und Mitstreiterinnen. Die Beiträge haben jene Qualität, für die die Arbeiter- Zeitung als beste in der k&k-Monarchie gewürdigt wurde.

Eva Geber gibt hier eine Sammlung von Beiträgen heraus, die zwischen 1900 und 1933 in der Arbeiter- Zeitung erschienen sind. Ihre biographischen Skizzen der Autorinnen sowie der portraitierten Frauen veranschaulichen deren soziales, politisches oder wissenschaftliches Umfeld. Akribisch und mit Empathie folgt sie dem politischen Kampf von Frauen um 1900 und erläutert den historisch-gesellschaftlichen Hintergrund.(Text: Mandelbaum Verlag )

 

Rezension von Ruth Klüger "Fingerabdruck der schreibenden Sozialisten" (Der Standard, 16.11.2013)

 

Eva Geber (Hg.in): "Der Typus der kämpfenden Frau". Frauen schreiben über Frauen in der Arbeiter-Zeitung von 1900-1933. Mandelbaum Verl., 2013

 

NOBODY PUTS BABY IN A CORNER / BUCHPRÄSENTATION UND PARTY

am 29.11.2013 um 20 Uhr

 

Ich hatte die Zeit meines Lebens : über den Film Dirty Dancing und seine Bedeutung

Buchpräsentation mit der Herausgeberin Hannah Pilarczyk am 29. November 2013 um 20 Uhr

Abtreibung, Klassenfrage und jüdische Identität zwischen Standardtanz, lateinamerikanischen Rhythmen, RnB und 80er-Jahre-Pop. Der Low-Budget Film Dirty Dancing erzählt die Coming-of-Age-Geschichte der 17jährigen Frances Houseman in den Catskill Mountains von 1963. 25 Jahre nach dem Erfolg gibt es erstmals eine kulturwissenschaftliche Aufarbeitung des Plots.

Von uns gelesen und für gut befunden – wir freuen uns mit euch auf die Buchpräsentation, Lieblingsszenen aus dem Film, den ChickLit Büchertisch und die Auflegerei von DJ Red!

Hannah Pilarczyk (Hg.in): Ich hatte die Zeit meines Lebens. Verbrecher-Verl., 2012

 

Filmtrailer

 


About Rebel Soundtrack : Zapatista Music

Buchpräsentatiion mit Benjamin Anaya (Mexiko-Stadt/Chicago) am 15. November 2013 um 20 Uhr

Dreißig Jahre nach Gründung der EZLN (Zapatistische Armee zur Nationalen Befreiung) und fast 20 Jahre nach dem zapatistischen Aufstand im Süden Mexikos 1994, der soziale Bewegungen in aller Welt inspirierte, sind dessen Effekte nach wie vor spürbar. In den gegenwärtigen sozialen Kämpfen – und in der Musik!

 

Benjamin Anaya untersucht in seinem Buch die Verknüpfungen zwischen Neozapatismus und Musik sowie deren Einfluss auf die globalisierungskritischen und anti-neoliberalen Mobilisierungen weltweit. Rock- und Pop-Musik erscheinen dabei als Schlüssel zum Verständnis zapatistischer Vielfalt: „Eine Welt, in die viele Welten passen!“

Vortrag in engl. Sprache mit ggf. dt. Übersetzung


 

FANTIFA Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken

Buchpräsentation mit dem Herausgeber_innenkollektiv am 8. November 2013 um 20 Uhr

Feministische Antifa oder Frauen-Antifa Gruppen entstanden in den frühen 1990er Jahren, meist als Reaktion auf einen fortgesetzten Sexismus in männlich dominierten Antifa-Zusammenhängen. Heute gibt es nur noch wenige solcher Fantifa-Gruppen und auch in der antifaschistischen „Geschichtsschreibung“ spielen sie kaum eine Rolle.

Das Buch „Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politik“ will das ändern. Es geht den Spuren nach, lässt Aktivistinnen zu Wort kommen, beleuchtet aktuelle feministische Antifa-Arbeit, erläutert inhaltliche Schwerpunkte, fragt nach, was aus Fantifa-Gruppen wurde, eröffnet einen Blick auf die Möglichkeiten männlicher antisexistischer Handlungsräume und diskutiert die fortgesetzte Notwendigkeit feministischer Perspektiven in antifaschistischer Politik.

Interviews mit Aktivistinnen werden ausführlich durch das Herausgeber_innenkollektiv eingeführt und durch Originaldokumente illustriert. Die vergangenen und aktuellen Debatten um Feminismus, Antisexismus und Antifaschismus sollen so zusammengebracht werden.

Herausgeber_innenkollektiv: Fantifa, feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken, Edition Assemblage, 2013

 

Eine Veranstaltung der rosa antifa wien mit der Bibliothek von unten.


 

Herbst 1918. Ein historischer Roman aus einer revolutionären Zeit in Wien

Buchpräsentation und Lesung am 25. Oktober 2013 um 20 Uhr

Sex, Gewalt und politische Diskussionen:

Jakob möchte Revolutionär werden und findet vorerst keine Gleichgesinnten. Erst nach seiner Desertion aus der Armee schließt er sich einer revolutionären Gruppe an und gerät im Wien der letzten Tage der Österreich-Ungarischen Monarchie in politische Diskussionen und Demonstrationen, muss sich aber auch mit konterrevolutionärer Gewalt und seiner Männlichkeit auseinandersetzen.

Robert Foltin: Herbst 1918, ein Anfang. Wien. edition grundrisse, 2013


 

Linke Philosophie heute

Buchvorstellung und Diskussion am 5. Juli 2013 um 20 Uhr

Philosophie hat soziale Bewegungen beeinflusst und diese haben wieder philosophische Diskussionen verändert. Judith Butler prägte queer-feministische Diskussionen der letzten zwanzig Jahre und war eine streitbare Kämpferin auf Seiten emanzipatorischer Bewegungen. Das Buch „Empire“ von Michael Hardt und Toni Negri wurde in der globalen Protestbewegung um 2000 breit diskutiert. Diese Theorien lassen sich nicht von emanzipatorischen Kämpfen trennen, bei Butler sind das queere, bei Negri autonome Bewegungen in Italien und anderswo. Slavoj Zizek hat sich mit den Aufständen der letzten Jahre solidarisiert und sie kritisch begleitet und will so einen neuen Leninismus wieder aktuell machen. Das Buch „Linke Philosophie heute“ versucht, die komplexen Thesen von Butler, Negri und Zizek einführend darzustellen, um sie für Aktivist_innen nutzbar zu machen.

Gundula Ludwig und Robert Foltin diskutieren über die Möglichkeiten philosophischer Interventionen in emanzipatorische Bewegungen.

Bart van der Steen / Jasper Lukkezen / Leendert van Hoogenhuijze (Hg.) Linke Philosophie heute. Eine Einführung zu Judith Butler, Antonio Negri und Slavoj Zizek. Stuttgart: Schmetterling Verlag


 

Das Weiterleben der Ruth Klüger

Film am Do., 9. Mai 2013 um 19.30 Uhr

Es ist eine Sache, den Holocaust überlebt zu haben. Aber es ist eine andere, danach zu fragen, wie sich dieses Leben nach dem Überleben gestaltet hat und welche Spuren die Erfahrungen von Verfolgung und Todesbedrohung im Leben einer Überlebenden hinterlassen haben.

"Das Weiterleben der Ruth Klüger" portraitiert die aus Wien stammende amerikanische Literaturwissenschafterin Ruth Klüger vor dem Hintergrund dieser Frage. Und zwar an den vier Orten, die ihr Leben bestimmt haben: Wien, Kalifornien, Göttingen und Israel.

Ruth Klüger lässt den Zuschauer/die Zuschauerin auch in sehr intimen Situationen an ihrem Nachdenken teilnehmen: über ihre Kindheit im "judenkinderfeindlichen" Wien, ihre Eltern, ihre eigene Rolle als Mutter zweier amerikanischer Söhne, über ihr Frausein und den Umgang von Gedenkstätten mit dem Gedenken. In keinem Moment des Filmes ist sie pathetisch oder eitel. Ihr Denken ist präzise und immer wieder schonungslos sich selbst und anderen gegenüber.

Quelle: http://www.navigatorfilm.at

 

Buch & Regie: Renata Schmidtkunz

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der rosa antifa wien


30 Jahre Erwerbslostenprotest 1982-2012

Buchpräsentation und Diskussion am Fr., 19. April 2013 um 20 Uhr

Im Jahr 1982 ging in Frankfurt am Main der erste "Bundeskongress der Arbeitslosen" über die Bühne, an dem - in dieser Form erstmalig in der Nachkriegsgeschichte - rund 2000 Aktivist*innen aus kirchlichen, gewerkschaftlichen und autonomen Erwerbsloseninitiativen aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen. Für die Entwicklung sozialer Bewegungen von Erwerbslosen und Armutsbetroffenen in Deutschland war das Ereignis insofern von zentraler Bedeutung, als es u.a. die Form des Austauschs und der Vernetzung veränderte. Harald Rein, Sozialwissenschaftler und Berater im Frankfurter Arbeitslosenzentrum, nahm den 30. Jahrestag des Kongresses zum Anlass, um einen Sammelband zu "Dreißig Jahre Erwerbslosenprotest 1982-2012" herauszugeben.

Seine im Vorwort zum Sammelband dargelegte Einschätzung zu diesen drei Jahrzehnten Bewegungsgeschichte liest sich dabei durchaus durchwachsen: "Es ist im klassischen Sinne keine Erfolgsgeschichte, aber in der langen Zeitspanne Anlass genug, den Widerstandskampf von Erwerbslosen in all seinen Facetten darzustellen und zu bewerten, aber auch ihre phasenweise Unsichtbarkeit oder Duldsamkeit zu begreifen." Diesem doppelten Ziel verpflichtet sind die Beiträge des Bandes, welche die unterschiedlichen Spektren der Bewegung portraitieren, ihre Geschichte dokumentieren, bisherige Aktivitäten bilanzieren und zukünftige Strategien entwickeln. Darüber erfassbar werden die - wie es im Buch heißt - mannigfaltigen "Protestwirklichkeiten zwischen individuellen Lebenskämpfen und kurzfristigen kollektiven Massenprotesten von Menschen, die Geschichte geschrieben haben, ohne jemals in Geschichtsbüchern vorzukommen".

Das PrekärCafé nimmt das Erscheinen des Bandes zum Anlass, um mit dem Herausgeber Harald Rein über die Bedingungen von Erwerbslosenprotest im Allgemeinen, über dessen spezifische Geschichte in Deutschland und über Schlussfolgerungen für das Hier und Jetzt zu sprechen.

 

Rein, Harald (Hg.): Dreißig Jahre Erwerbslosenprotest 1982-2012. Dokumentation, Analyse und Perspektive, AG-Spak, 2012

Harald Rein ist Sozialwissenschaftler und arbeitet als Berater im Frankfurter Arbeitslosenzentrum. Er ist Gründungsmitglied von labournet germany und Netzwerk Grundeinkommen und arbeitet u.a. am Runden Tisch gegen Erwerbslosigkeit und soziale Ausgrenzung mit.

 

Eine Veranstaltung des PrekärCafé in Kooperation mit der Bibliothek von unten


 

Feministische Politik heute? am 12.03.2013 um 20 Uhr

Am 19. März 2011 fand die größte Demonstration für Frauenrechte der zweiten Republik, organisiert von der Plattform 20000Frauen, statt. Rund um dieses Ereignis liegt nun in Buchform ein Reflexionsangebot über historische Hintergründe der Frauenbewegungen, deren widersprüchliche Perspektiven, deren Kämpfe um Öffentlichkeiten und deren schwierige (Binnen-)Konstellationen vor. Es geht also auch um Fragen politischer Bündnisse widersprüchlicher ‚Szenen’ und welche Probleme sich daraus ergeben. Wäre nicht trotz und wider alle Unterschiede ein gemeinsames Handeln zunehmend notwendig? Dieses nicht nur feministisch streitbare Thema kann u.v.a. bei der

Buchpräsentation: Frauen-Fragen. 100 Jahre Bewegung, Reflexion, Vision

mit den Herausgeberinnen Hilde Grammel und Birge Krondorfer diskutiert werden


"Macht mit, macht's nach, macht's besser"

Broschüren-Präsentation und Diskussion mit Aktivist*innen der Gruppe FelS (Berlin)am 7. Dezember 2012 um 20 Uhr in Kooperation mit dem Prekär-Cafe

Mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 16,4 Prozent liegt der Berliner Bezirk Neukölln weit über dem deutschlandweiten Durchschnitt. Auf rd. 320.000 Einwohner*innen kamen im Oktober 2012 hier ca. 24.000 registrierte Erwerbsarbeitslose. Das lokale Arbeitsamt – seit den Hartz-Reformen Mitte der 2000er-Jahre unter dem Namen “Jobcenter” bekannt – zählt damit zu den “größten Brötchengebern” des Bezirks: “Für unsere Einkommen hier entspricht es der Bedeutung, die VW in Wolfsburg oder FIAT in Turin haben”. So steht es in der vor kurzem erschienenen Broschüre “Macht mit, macht’s nach, macht’s besser!” geschrieben – um daran die Frage anzuschließen, welche Bedeutung dieser Institution hinsichtlich gesellschaftlicher Transformationsprozesse unter den Bedingungen der Gegenwart zukommt.

Bei einer theoretischen Erörterung dieser Frage wollten es die Herausgeber*innen der Broschüre aus dem Umfeld der Berliner Gruppe FelS (Für eine linke Strömung) allerdings nicht bewenden lassen. Im Kontext der sich manifestierenden Kapitalismuskrise begannen sie 2009 deshalb damit, das Jobcenter Neukölln zum Gegenstand einer sich als parteiisch und eingreifend verstehenden Untersuchung zu machen. Unter Rückgriff auf Ansätze und Methoden aus dem Bereich des “Community Organizing” bzw. der “Militanten Untersuchung” wurde so in den folgenden Jahren den Auswirkungen der sozialen Verunsicherung und Entrechtung im Alltag der Menschen nachgegangen. Darauf aufbauend sollten Selbstermächtigungs- und Widerstandsformen gegen Prozesse der Prekarisierung erprobt werden, um das Jobcenter als scheinbaren “Nicht-Ort” in den Fokus politischer Auseinandersetzung und Intervention zu rücken.

Im Dezember-PrekärCafé werden Aktivist*innen der Gruppe FelS ihre Broschüre “Macht mit, macht’s nach, macht’s besser!” präsentieren, in der Zwischenergebnisse der Jobcenter-Untersuchung gesammelt und aufgearbeitet sind. Über die Auseinandersetzung mit den hier entwickelten Ansätzen sollen so Perspektiven von sozialen Kämpfen in der Krise – jenseits der “Stellvertreterpolitik”, aber auch jenseits einer “Politik in der ersten Person” – ausgelotet werden.

Weitere Infos zu FelS (Berlin) und Zusammen! gegen das Jobcenter Neukölln

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Prekär-Cafe statt.

Veranstaltungsort: Bibliothek von unten, Wipplingerstr. 23, 1010 Wien

Zeit: Freitag, 7. Dezember 2012 um 20 Uhr


Radikal hat Bestand

Werbefahrt mit Präsentationen am 6. Oktober ab 14 Uhr

Werbefahrt mit Präsentationen am 6. Oktober ab 14 Uhr

Stadtspaziergang "Archive und Bibliotheken" gemeinsam mit: Archiv der Wiener Punkbewegung, Anarchistische Bibliothek & Archiv, Archiv der sozialen Bewegungen/Wien, bibliothEKH und kollektiv_gedächtnis

Infos unter http://radikalhatbestand.noblogs.org/

 


 

Die europäische extreme Rechte nach Oslo

Buchpräsentation mit Bernhard Schmid am 2. März 2012 um 20 Uhr

Aus den Wahnvorstellungen wurde Wirklichkeit: Ein Attentäter, der gleichzeitig von fanatischem Moslem- und Einwandererhass und von einer Obsession gegen den "kulturellen Marxismus" angetrieben wurde, tötete über 75 Menschen in Oslo.

Seitdem ist die extreme Rechte in Europa aufgewirbelt. Der Niederländer Geert Wilders erklärte den Amoklauf zum "Rückschlag" für die von ihm so genannte "islamkritische" Bewegung. Auch die deutsche Webseite Politically Incorrect schaltete zum Teil auf Selbstkritik um.Andere Rechte dagegen erblickten in der Tat ein Fanal, einen flammenden Aufruf zur Aktion. In Frankreich verherrlichte ein früherer Wahlkandidat des Front National den Massenmörder von Oslo als "neuen Karl Martell" und fügte hinzu: "Andere werden folgen". In Österreich schloss die FPÖ einen Abgeordneten infolge seiner Reaktion aus.

Aber welches geistige Milieu in Europa hat solche Wahnideen hervorgebracht? Welche Rolle spielen ultrarechte Israelfreunde, Pseudofeministinnen und frühere Linke dabei? Und wie reagiert dieses Milieu auf die Vorwürfe "nach Oslo"?

zum Autor Bernhard Schmid: geboren 1971, seit fünfzehn Jahren in Paris lebend, Dr. iur., Jurist bei einer antirassistischen Organisation, nebenberuflich freier Journalist und Autor mehrerer Bücher, darunter »Algerien-Frontstaat im globalen Krieg?«, »Das koloniale Algerien«, »Der Krieg und die Kritiker« und »Frankreich in Afrika«.

Bernhard Schmid: Distanzieren, leugnen, drohen ; die europäische extreme Recht nach Oslo, ed. assemblage, 2011

Veranstaltungsort: Bibliothek von unten / w23 , 1010 Wien, Wipplingerstr. 23

Zeit: Freitag, 2.3.2012, 20 Uhr

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit folgenden Gruppen/Projekten statt:


Frauen im Widerstand

Antifaschistischer Rundgang am 25.01.2012 um 17.30 Uhr

Lange wurde das aktive Handeln von Frauen im Nationalsozialismus, vor allem ihr Handeln als Täterinnen auf Seiten der "Volksgemeinschaft", nicht wahrgenomen. Aber auch ihre vielfältigen Aktivitäten im Widerstand werden - an manchen Stellen bis heute - kleingeredet oder gering geschätzt. Ihre Taten wurden nicht selten als "Hilfsdienste" für den "eigentlichen" politischen Kampf abgetan, selbst in jenen politischen Gruppen, die nach 1945 in Österreich Anerkennung fanden, was ohnehin schon nur einen kleinen und verzerrten Ausschnitt widerständigen Handelns darstellt. Frauen kämpften im bewaffneten Widerstand, waren als politische Aktivistinnen tätig, verbreiteten antifaschistische Propaganda, unterstützten Verfolgte und streuten auf tausend andere Arten Sand ins Getriebe der nationalsozialistischen Maschinerie. Auch die wichtige Rolle der Frauen als Fluchthelferinnen ins Exil wurde lange Zeit kaum thematisiert. Erst Anfang der 1980er-Jahre wurde im deutschsprachigen Raum von Historikerinnen begonnen, die Bedeutung von Frauen als Widerstandskämpferinnen systematisch aufzuarbeiten, ihre Geschichten aufzuschreiben und für Nachgeborene zu dokumentieren. Viele dieser wesentlichen Publikationen sind heute jedoch vergriffen und zu einem großen Teil wieder vergessen. Nicht selten ging und geht Erinnerungsarbeit an Frauen im Widerstand von unabhängigen feministischen Initiativen aus. Bis heute kommen bei Zeitzeug_innengesprächen, Gedenkfeiern und in Erinnerungsliteratur über den antifaschistischen Kampf zumeist Männer zu Wort, erst 2010 wurde erstmals eine Frau zur Vorsitzenden des Partisan_innenverbandes in Kärnten/Koroška gewählt, obwohl seit der Gründung des Verbandes darin viele Frauen aktiv waren.

Ein Rundgang durch Wien soll die Gelegenheit bieten, vergessene Geschichten aufzuspüren, widerständige Frauen zu Wort kommen zu lassen und deutlich zu machen, welche wichtige Rolle Frauen im Widerstand gegen das NS-Regime gespielt haben.

Treffpunkt: Altes AKH - Eingang Alserstraße/Spitalgasse - Universitätscampus Hof 1, 1090 Wien, 17.30 Uhr

Route: Altes AKH - Eingang Spitalgasse / Ecke Alserstraße - Landesgericht - Ferstlgasse - Rossauer Kaserne - mit U4 zum Schwedenplatz / Morzinplatz - Tiefer Graben (Dauer ca. 1 1/2 - 2 Stunden)

Anschließend Filmabend im que[e]r

organisiert von: AK Gedenkrundgang, radicalqueer , Rosa Antifa Wien und der Bibliothek von unten


Frühschicht - linke Fabrikinterventionen in den 70er Jahren

Buchpräsentation mit Jan Ole Arps am 20.01.2012 um 20 Uhr

»Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.« Das schreibt Harry Oberländer 1977, einige Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 70er Jahre weit verbreitet. Auf die antiautoritäre Revolte von 1968 folgte für viele der Schritt in die Produktion; einige Tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank ein, um die Arbeiterklasse für Revolution und Kommunismus zu begeistern.

Über die bunte Vielfalt der linken »Betriebsintervention« ist hingegen kaum noch etwas bekannt. Ebenso fast vergessen: Auch in bundesdeutschen Fabriken herrschten in jenen Jahren keineswegs nur Ordnung, Fleiß und Disziplin. Zwar ließen sich die westdeutschen ArbeiterInnen anders als in Frankreich oder Italien nicht von der revolutionä ren Begeisterung mitreißen, die die Universitäten erfasst hatte, doch wilde Streiks waren häufig und hohe Lohnabschlüsse die Regel.

Das Buch „Frühschicht – Linke Fabrikinterventionen in den 70er Jahren“ ist im Frühjahr 2011 bei Assoziation A erschienen. Der Autor Jan Ole Arps, lebt in Berlin, ist Redakteur bei »ak – analyse & kritik«, in der Gruppe FelS (Für eine linke Strömung) und dem Euromayday Netzwerk aktiv und arbeitet – wenn möglich – als freier Autor.

Anschließend Podiumsdiskussion mit dem Autor und AktivistInnen zu Erfahrungen, Aktualität und Perspektiven linker Betriebsarbeit sowie Interventionen in Arbeitsverhältnisse. Moderation: PrekärCafé.

Interview von Pascal Jurt mit dem Autor in der Malmoe

Arps, Jan Ole: Frühschicht - Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren, 2011, Assoziation A, 978-3-935936-83-5

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit folgenden Gruppen/Projekten statt:


w23 Soli_Flohmarkt_Party

am 17.12.2011 ab 17 Uhr in der w23

weils immer so viel spass macht gibt es auch dieses jahr wieder einen von den gruppen der w23 organisierte soli-flohmarkt-party! also kalender zücken und gleich den 17. dezember eintragen! neben klamotten, büchern, kitsch, kram, freak-stuff & allem was das weihnachtswahnsinn-gestresste-herz begehrt (last minute geschenke inkludiert ) gibt's - wie es sich für eine vernünftige party gehört - auflegerei, happihappi und cocktails oder punsch (je nach wetter&laune)!

weil das noch nicht genug ist, gibt es auch noch revolutions-devotionalien aus dem shop vom anarchia-versand! also auf zum soli-shopping mit party-ambiente! fett im kalender markieren:

Ort: 1010 Wien, Wipplingerstr. 23 / w23


anarchivieren

BILDPUNKT - Heftpräsentation mit Nora Sternfeld und Jens Kastner am 25.11.2011 um 20 Uhr

Jeder Kanon schafft Ausschlüsse, alles Sammeln ist ein Privileg.

Das Archiv ist einer der Orte, an und in dem diese politisch problematischen Prozesse stattfinden. Viele küstlerische Arbeiten der letzten Jahre haben sich ihnen gewidmet. Das Archivieren ist aber auch ein Um- und Neusortieren, das Installieren anderer Ordnungen. Es ist ein Aufheben, an dem Hegel seine Freude gehabt hätte, d.h. es bewahrt und schafft zugleich ab. Für den Zusammenhang von Kunstproduktion und sozialen Bewegungen stellt sich die Frage, was verwahrt und gescützt werden muss von der eigenen Geschichte, was muss überhaupt wie zum "Eigenen" gemacht werden und was sollte oder müsste sich einer Überschreibung oder Umschichtung ausetzen?

Mit dem Themenschwerpunkt "anarchiviern" ragt der BILDPUNKT nach herrschaftskritischen Verfahren - die vereinende Vorsilbe wie in Anarchie, der Abwesenheit von Herrschaft, deutet darauf hin - der bewahrenden Aneignung und damit auch der Frage nach küstlerischen Erinnerungs- und Geschichtspolitiken

Infos zu BILDPUNKT - Zeitschrift der IGBILDENDEKUNST

elektronische Ausgabe von ANARCHIVIEREN im Volltext

eine gemeinsame Veranstaltung der IGBILDENDEKUNST, des Archivs der sozialen Bewegungen / Wien und der Bibliothek von unten


Gender und Häuserkampf

Buchpräsentation und Diskussion am 15.11.2011 um 20 Uhr

Die Autor_innen zeichnen in dem Buch "Gender und Häuserkampf" die Diskussionen und Diskurse im Zusammenhang von Gender- und Häuserkämpfen von 1969 bis 2010, mit Schwerpunkt BRD und Westberlin, nach. Die "Politisierung des Privaten" als wichtige Errungenschaft der 68er- FrauenLesbenbewegung, führte zu einem Wandel der Betrachtungsweisen der Geschlechterverhältnisse innerhalb der radikalen (anti-autoritären) Linken, der Autonomen und der Häuser-Szene. Der "private" Lebensbereich des Wohnens wurde zum Austragungsfeld der Neuverhandlung der Geschlechterverhältnisse. Insbesondere die Felder der Reproduktionsarbeit, des Rollenverständnisses und des alltäglichen Sexismus in allen seinen Facetten, der Liebesbeziehung sowie sexualisierte Gewalt, Definitionsmacht/Definitionsrecht bestimmten und bestimmen den Frame der bis heute andauernden Auseinandersetzungen und Konflikte.

Insbesondere Wohnprojekte, Kommunen und kollektive Gemeinschaften besetzter oder ehemals besetzte Häuser und Wagenplätze werden da zum Spiegelbild dieser Auseinandersetzungen, Debatten, Diskussionen und Konflikte. So war eine sich entwickelnde eigenständige Organisierung autonomer FrauenLesben immer auch als Reaktion auf vorhandene sexistische Strukturen in den Häusern zu verstehen gewesen. Räume bzw. ganze Häuser/Wagenplatze wurden ausschließlich von FrauenLesben-QueerTrans sowie Tunten besetzt. 1973 in Frankfurt/Main wurde das erste Haus ausschließlich von Frauen besetzt. Die ab den 90er Jahren sich entwickelnden dekonstruktivistischen Debatten um Genderidentität, mit ihren Diskursen um Queer, Intersexualität, Transsexualität und Transgender, die sich auch in einem Teil der Häuserszene widerspiegeln, haben mit der Infragestellung der heteronormativen Geschlechternormen und der Geschlechterbipolarität u.a. zu einer Aufweichung festgefügter Kategorien wie Mann und Frau geführt. Die Abschaffung patriarchaler Strukturen und sexistischer/homophober Verhaltensweisen, also der entscheidenden Frage nach Macht und Dominanz, jenseits gewählter oder zugewiesener oder nicht „existenter“ Geschlechtsidentitäten, bleibt nach wie vor ein elementares Anliegen emanzipatorischer, herrschaftsfreier Politik – insbesondere in Häusern/Wagenplatzen und sogenannten Freiräumen.

amantine: "Gender und Häuserkampf. Genderspezifische Aspekte und anti-patriarchale Kämpfe in den Häuserbewegungen in der BRD und Westberlin", Unrast Verlag, 2011

eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa Antifa Wien und der Bibliothek von unten


Kritische Literaturtage, 4.-5. November

...u.a. mit der Bibliothek von unten, dem Archiv der sozialen Bewegungen / Wien, anarchistische Bibliothek / Archiv Wien, Graswurzelverlag und Anarchia-Versand


"Und wir bewegen uns noch"

Buchpräsentation mit Robert Foltin am 28.10.2011 um 20.00 Uhr

Im ersten Buch "Und wir bewegen uns doch" zeigte Robert Foltin, dass es in Österreich in den drei Jahrzehnten nach 1968 radikale Bewegungen gegeben hat. In der Fortsetzung wird das Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende nachgezeichnet: eine neu auftauchende Hausbesetzer_innenbewegung, queer-feministische Aufbrüche, antirassistischer und antifaschistischer Aktivismus, au&szligerdem zunehmende Auseinandersetzungen um die Nutzung des öffentlichen Raumes in der Stadt. Einen vorläufigen Höhepunkt erreichten diese Bewegungen mit "unibrennt" im Herbst 2009. Gerade im Jahr 2011 haben sich die Bedingungen weltweit noch einmal verändert, überall sehen wir neue Aufbrüche: der "Arabische Frühling", Krisenproteste in Griechenland und Wisconsin, die "Empörten" in Spanien, aber auch Großdemonstrationen in Graz.

Robert Foltin stellt sein Buch vor, das die Bewegungen des 21. Jahrhunderts in &Oumlsterreich nachvollzieht. Anschließend soll über das diskutiert werden, was uns in Zukunft an Veränderungen und emanzipatorischen Entwicklungen erwarten könnte.

Robert Foltin: Und wir bewegen uns noch. Zur jüngeren Geschichte sozialer Bewegungen in Österreich, Reihe kritik und utopie, Mandelbaum, 2011, ISBN: 978385476-602-5


still loving Druckerschwärze?

Diskussionsveranstaltung am 1.10.2011 um 19.30 Uhr

Facebook, Blogs und Twitter haben auch die linke Medienlandschaft verändert. Das Web 2.0 schafft nie dagewesene Möglichkeiten an Aktualität, Partizipation und Vernetzungschancen. Was bleibt ist die Frage, welche Rolle Printmedien in der Linken noch spielen. Welchen Nutzen können wir aus Printmedien ziehen, wie steht es um Zugangsmöglichkeiten und wie müsste der Umgang mit Print- und Webmedien sein, damit sich die Linke in Zukunft auf frühere Diskussionen und Inhalte beziehen kann?

Bernd Hüttner, der gemeinsam mit anderen im Handbuch Alternativmedien 2011/12 versucht hat, eine aktuelle Bestandsaufnahme linker Medien im deutschsprachigen Raum zu erstellen, wird ein Impulsreferat zum Thema halten. Danach hoffen wir auf eine spannende Diskussion mit euch als Medienmacher_innen und Leser_innen.

Bernd Hüttner ist Mitarbeiter im Archiv der sozialen Bewegungen in Bremen und arbeitet regelmäßig auch bei der Linken Medienakademie mit.

 

Hüttner, Bernd/Leidinger, Christiane/Oy, Gottfried (Hg_innen): Handbuch der Alternativmedien 2011/2012. Printmedien, Freie Radios, Archive und Verlage in der BRD, Österreich und der Schweiz, 2011, Verlag AG SPAK, ISBN 978-3940865229, www.alternativmedien.org


Die w23 wird 5!

Deshalb laden wir alle Freund_innen zu einem tollen Abend mit Auflegerei, einem Spiel und leckerem Essen und Trinken ein.

Wann: Freitag, 1. 7., 20h

Wo: Natürlich in der Wipplingerstraße 23

Es freuen sich auf dein Kommen:

Archiv der sozialen Bewegungen, Bibliothek - von unten, PrekärCafé, que[e]r, Rosa Antifa Wien, tech:babbel


Volksgemeinschaft, Täterschaft und Antisemitismus

Beiträge zur psychoanalytischen Sozialpsychologie des Nationalsozialismus und seiner Nachwirkungen

Buchpräsentation am 17. Juni 2011 um 20.00 Uhr

mit den Herausgebern Markus Brunner, Jan Lohl, Rolf Pohl und Sebastian Winter

Was machte die Idee der Volksgemeinschaft und den Antisemitismus für die Menschen im Nationalsozialismus so attraktiv? Wie wurden sie zu Tätern und Täterinnen? Wie wirken sich NS-Gefühlserbschaften noch in den nachfolgenden Generationen aus? Der Nationalsozialismus und seine gesellschaftlichen Nachwirkungen sind ohne eine sozialpsychologische Perspektive nicht zu verstehen. Dies erfordert die Berücksichtigung der subjektiven Dimension der Nachkriegsgesellschaft sowie der Brüche und Kontinuitäten nach 1945.

Der Band versammelt Aufsätze, die sich aus einer psychoanalytisch-sozialpsychologischen und geschlechtertheoretischen Perspektive sowohl mit den psychodynamischen Mechanismen der nationalsozialistischen Weltanschauung und Gewalt als auch mit den Versuchen ihrer psychischen Verarbeitung in der Nachkriegszeit auseinandersetzen.

Markus Brunner, Jan Lohl, Rolf Pohl und Sebastian Winter sind Koordinatoren der Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie an der Leibniz Universität Hannover. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Integration der Psychoanalyse als kritische Subjekttheorie in die Analyse von Politik, Geschichte und Gesellschaft.

Eine Veranstaltung der Bibliothek von unten und der rosa antifa wien (raw).

Zeit: Freitag, 17. Juni 2011 um 20.00 Uhr

Ort: Bibliothek von unten, 1010 Wien, Wipplingerstr. 23 (auf halber Treppe zum Tiefen Graben)

Brunner, Markus/ Lohl, Jan/ Phol, Rolf/ Winter, Sebastian (Hg.): Volksgemeinschaft, Täterschaft und Antisemitismus. Beiträge zur psychoanalytischen Sozialpsychologie des Nationalsozialismus und seiner Nachwirkungen, 2011, Psychosozial Verl., ISBN-13: 9783837920550


 

Schrei im Dezember. Ein erschossener Demonstrant

Buchpräsentation mit dem Mitherausgeber Karl Heinz Dellwo am 7. Mai 2011 um 20.30 Uhr

Das Buch beleuchtet die griechische Revolte im Jahr 2008. Dazu Texte autonomer Gruppen aus Deutschland und Griechenland, die im 3. Band der Bibliothek des Widerstands, erschienen sind. Im Anschluss wird der zum Buch erschienene Film von Kostas Kolimenos gezeigt, der die Hintergründe und den Verlauf der militanten Protestaktionen nach den Todesschüssen auf Alexandros Grigoropoulus dokumentiert.

 

Gemeinsame Veranstaltung des Archivs der sozialen Bewegungen und der Bibliothek von unten im Rahmen der Langen Nacht der Anarchie .

Schrei im Dezember. Ein erschossener Demonstrant, Laika Verl., 2010, 978-3-942281-72-0


Lange Nacht der Anarchie

am 7. Mai 2011

Alles hat heutzutage ihre lange Nacht – Museen, Partys, Kirchen und die U-Bahn. Worauf Ihr bisher aber vergeblich warten musstet, findet nun endlich und erstmals statt: die lange Nacht der Anarchie.

Wo sich Herrschaft zementiert, ein rassistischer, sexistischer, transphober, kapitalistischer, antisemitischer und homophober Konsens sich täglich aufs Neue wieder erfindet und verschärft, ist Widerspruch gefragt wie eh und je. Nur vermeintlich alles ist möglich in Zeiten neoliberaler „Diversity“, die Dich dann hin und wieder ein wenig „anders“ sein lässt, wenn Du Dich prinzipiell brav ausbeuten und vereinnahmen lässt. Aber das kann’s doch nicht sein, nicht nur wir wissen (ihr doch auch, oder?) um die Möglichkeit und Notwendigkeit herrschaftsfreier Gesellschaft.

Selbst in Wien gibt es linke, emanzipatorische autonome Projekte, Initiativen und Räume, die sich in einen herrschenden Mainstream nicht integrieren wollen und diesen in Frage stellen. Ein Außerhalb gibt es nicht, aber viel Dagegen-Sein. Und den Versuch, Gelerntes zu verlernen, um jenseits der geschriebenen, ungeschriebenen und verinnerlichten Gesetze und Normen die eigenen Regeln zu finden. Machtverhältnisse sind vielfältig und recht verschieden -dementsprechend gibt es trotz aller &Uml;berschneidungen und (un)möglichen Abgrenzungen

feministische, anarchistische, linksradikale, queere, antikonsumistische, antirassistische, libertäre, lesbischwule, antiautoritäre, (…)

Projekte, um eben diese verschiedenen Unterdrückungsmechanismen sichtbar zu machen und nicht einem „Hauptwiderspruch“ unterzuordnen und damit ad acta zu legen. Die Initiativen bespielen und organisieren Bars, Bibliotheken, Wagenplätze, Kost-Nix-Läden, temporäre Räume, Cafés, Hausprojekte, Werkstätten, Archive, Diskussionsrunden, Besetzungen, Lesekreise und vieles mehr. Gemeinsam haben sie alle, dass sie immer wieder in Frage gestellt werden und um ihre Existenz zu kämpfen haben.

Die Bandbreite dieser Szenerie aufzuzeigen und politische Räume für alle jene sichtbar zu machen und zu öffnen, die sie bisher noch nicht kannten oder besucht haben, emanzipatorische Projekte und linke Kritiken vorzustellen – dazu lädt die Lange Nacht der Anarchie. Um damit zu ermöglichen, Gesellschaft anders zu denken und zu machen, zu kollektivieren und dabei Hedonismen und Spaß nicht außer Acht zu lassen. Diverse Räume öffnen am 7.5. ihre Pforten und machen Programm in Form von Lesungen, Festen, Volxküchen, Diskussionen, Ausstellungen und Konzerten…. Kommt vorbei!

Programm unter: langenachtderanarchie.wordpress.com


 

Du bist Terrorist_in?

Vortrag und Diskussion mit Anne Roth am 26. April 2011 um 10.30 Uhr

Das Schlagwort „Web 2.0“ steht heute für die partizipative Teilnahme im Netz (Internet), wo Nutzer_innen ihre Inhalte selbst erstellen, bearbeiten und veröffentlichen. Unterstützt werden diese Aktivitäten durch „Gratis"-Plattformen, wie „Facebook“, die Online-Enzyklopädie „Wikipedia“, „Flickr“, „Youtube“, „Twitter“ und Co.

 

In der so genannten "Blogsphäre" kann sich jede_r öffentlich zu jedem Thema äußern. Damit öffnet sich das Feld politischer und gesellschaftspolitischer Meinungsbildung auch denjenigen, die bisher kein öffentliches Forum und keine Mitsprachemöglichkeiten hatten. Durch diese neuen kulturellen Praktiken kommt es zu einer zunehmenden Verlagerung des sozialen Austauschs von einer realen auf eine virtuelle Ebene.

 

Die Preisgabe von privaten Daten und individuellen Vorlieben auf sozialen Netzwerken birgt aber auch eine Gefahr aus datenschutzrechtlicher Sicht. Gerne wird auch eine kritische Diskussion darüber von Nutzer_innen mit dem Argument “Ich habe nichts zu verbergen …” verharmlost.

Was aber, wenn es auf einmal heißt “Sie sind Terrorist_in” und Sie zählen zu den Betroffenen bzw. Verdächtigen?

Vortrag und Diskussion mit Anne Roth

Anne Roth (annalist) lebt in Berlin und ist Medienaktivistin und Journalistin. Seit Juli 2007 wurde sie als Partnerin ihres Lebensgefährten bekannt. Andrej Holm, Soziologe wurde morgens um 7 Uhr in der eigenen Wohnung als Terrorist festgenommen. Ab diesem Zeitpunkt begann Anne Roth (annalist) über das Innenleben einer Terrorismus-Ermittlung zu bloggen und begann Web 2.0 Plattformen zu nutzen, um das absurde Theater der eigenen Überwachung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. https://annalist.noblogs.org

Veranstaltet von: Archiv der sozialen Bewegungen / Wien, Bibliothek von unten, Rosa Antifa Wien und tech:babbel

 


 

Gelebter Internationalismus. Österreichs Linke und der algerische Widerstand

Filmvorführung und Buchpräsentation mit Fritz Keller am 1. April um 19.00 Uhr

Von 1954 bis 1962 tobte in Algerien ein Befreiungskampf. Als Teil eines internationalen Netzwerkes unterstützten in Österreich linke SozialistInnen, KommunistInnen und TrotzkistInnen den Aufstand des Front de Libération Nationale (FLN) gegen das französische Kolonialregime, an dessen Spitze zunächst der "Sozialdemokrat" Guy Mollet, später Charles de Gaulle stand.

Bei diesem ersten Versuch einer Kooperation zwischen europäischen Linken und einer islamischen Bewegung konnte die Solidaritätsbewegung hierzulande mit der Unterstützung des Außenministers Bruno Kreisky und seines Mitarbeiters Rudolf Kirchschläger sowie die Kooperation von Innenministerium/ Staatspolizei rechnen.

Ungewöhnlich waren auch die von den Algerien-Sympathisanten um den VSStÖ-Obmann Karl "Charly" Blecha eingesetzten Mittel: Rückführung von österreichischen, deutschen und ungarischen desertierten Legionären in ihre Heimatländer, Transportdienste bis hin zu Waffenschmuggel für den FLN, medizinische Betreuung für verwundete Mudschahidins in Wiener Spitälern …

Am 1. April um 19:00 Uhr wird der Historiker Fritz Keller weitere Einblicke in die Geschichte dieses vergessenen "Gelebten Internationalismus" geben. Zur Illustration wird der Film von Philip Brooks/ Alan Hayling: Ein Tag, den es nie gab - Die massakrierten Algerier des 17.10.1961 gezeigt (damals wurden nach einer friedlichen Demonstration 10.000 AlgerierInnen verhaftet und bis zu 200 von der Polizei ermordet).

Fritz Keller: Gelebter Internationismus. Österreichs Linke und der algerische Widerstand. Wien, 2010, ISBN 978-3-85371-321-1

Stellungnahme des Bibliothekskollektivs zur Buchpräsentation aus dem Promedia Verlag:

Es wurde Kritik daran geübt, dass die Bibliothek von unten ein Buch aus dem Promedia Verlag präsentiert. Aus diesem Grund möchten wir uns kurz dazu äußern:

Das Bibliothekskollektiv ist sich der Problematik bewusst, ein Buch aus dem Verlag zu präsentieren, da wir die Vorwürfe, der Verlag würde antisemitische Bücher verlegen, teilen.

Wir werden weiterhin keine Bücher aus dem Verlag ankaufen und bei Schenkungen weiterhin darauf achten, ob die jeweilige Publikation unserer Meinung nach überhaupt in den Bestand der Bibliothek aufgenommen werden soll.

Zur Buchpräsentation: Der Autor ist an uns herangetreten mit dem Vorschlag, das Buch in der Bibliothek von unten vorzustellen. Wir haben uns entschlossen, das Buch zu präsentieren, obwohl es im Promedia Verlag erschienen ist, da wir das Thema sehr spannend finden und der Autor unseres Wissens nach nichts mit der Ideologie der Verantwortlichen des Verlags gemein hat.

Wir bitten deswegen Fans des Verlags zu Hause zu bleiben!!!!

das Kollektiv

der Bibliothek von unten


Raus zur FrauenLesbenMädchen Demo am 8. März

100 Jahre Internationaler Frauenkampftag

Mit der heutigen Demonstration knüpfen wir an, an 100 Jahre Frauenkampftag. In Wien fand am 19.März 1911 die erste große Demonstration für Frauenrechte statt, 20.000, mehrheitlich Frauen, Arbeiterinnen gingen gemeinsam auf die Straße. Doch die Geschichte des Frauenwiderstands hat schon lange vorher begonnen, seit es Herrschaft über Frauen gibt, leisten Frauen vielfältigen Widerstand.

>Wir beziehen uns auf Frauenwiderstandsgeschichte, erkennen die Unterdrückungsverhältnisse und machen sie sichtbar, verteidigen das Erkämpfte und führen den Kampf für internationale Frauenbefreiung in Verbundenheit mit allen Frauen der Welt.

Wenn wir als Feministinnen für Frauenbefreiung kämpfen, organisieren wir uns gegen die HERRschaft von Patriarchat, Kapitalismus und Rassismus, begreifen und bekämpfen die Gesamtheit der Verhältnisse. Solange eine dieser Unterdrückungsformen weiterhin besteht, kann keine von uns wirklich frei sein.

Diese Lebensbedingungen sind weder Zufall noch Schicksal, sie sind die Folgen eines Gesellschaftssystems, das HERRschaftsverh&aumlMltnisse bewusst produziert. Dieses System ist veränderbar!

Demo-Aufruf

Demo-Treffpunkt:

Dienstag 8. März 2011, 17 Uhr Christian-Brodaplatz, 1060 Wien (Westbahnhof/Innere Mariahilferstr.)

nach der Demo: FrauenLesbenFestl im FZ-Beisl (Währingerstr.59/Ecke Prechtlg., 1090 Wien)


Zur aktuellen Situation in Ungarn

Veranstaltung mit Karl Pfeifer am Fr., 11.02.2011 um 18.30 Uhr

Karl Pfeifer hät seit einigen Jahren Vorträge über die politischen Verhältnisse in Ungarn. In der Regel beginnt er mit einem historischen Rückblick. Diesmal soll es jedoch besonders darum gehen, was sich in unserem Nachbarland geändert hat, seitdem es von der völkischen Fidesz regiert wird. Die Einrichtung einer neuen Medienbehörde im Sommer 2010 und das zum Jahresende beschlossene neue Mediengesetz alarmierten die Weltöffentlichkeit. Es wäre aber kurzsichtig, nicht alle anderen Maßnahmen dieser Regierung zu beachten, die darauf hinweisen, dass in der Mitte Europas ein neues autoritäres Regime entsteht

Eine Veranstaltung der Rosa Antifa Wien und Bibliothek von unten

Zeit: Freitag, 11.02.2011 um 18.30 Uhr

Ort: Bibliothek von unten, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien


KriLit'10

am 17./18. Dezember

gemeinsam mit der anarchistischen bibliothek und dem archiv der sozialen bewegungen präsentieren wir an beiden tagen ausgewählte bücher und zeitschriften aus unseren beständen. nebenbei stellen auch ein paar spannende verlage aus.


w23 soli-flohmarkt-party

Samstag, 11. Dezember 2010 ab 17 Uhr

räume, aufkleber, plakate und flyer kosten geld, und das ist bei uns immer knapp. nachdem unser "taschengeld" nicht immer dafür reicht, veranstalten wir - die gruppen in der w23 - auch dieses jahr wieder eine soli-flohmarkt-party! neben klamotten, büchern, kitsch, kram, freak-stuff & allem was das weihnachtswahnsinn-gestresste-herz begehrt, gibt's - wie es sich für eine vernünftige party gehört - auflegerei, happihappi und cocktails oder punsch (je nach wetter&laune)! und natärlich raum zum chillen, wühlen, schmökern, plauschen und feiern!

weil das noch nicht genug ist, gibt es auch noch revolutions-devotionalien aus dem shop vom anarchia-versand!


Soziale Bewegungen in prekären Zeiten

Veranstaltung des PrekärCafé am 29.10.2010 um 19:00 Uhr in der Bibliothek von unten

Das PrekärCafe in Zusammenarbeit mit der Bibliothek von unten und im Rahmen der Reihe "still loving activism" lädt herzlichst zur Veranstaltung: "soziale Bewegungen in Zeiten allgemeiner Prekarisierung". Robert Foltin wird dazu ein kurzes Impulsreferat beitragen und Aktivist*innen folgender Bewegungen kurze Referate: migrantische-, queer-feministische-, globalisierungskritische-, gegen Schwarz/Blau-, MayDay-, und unibrennt-Bewegung. Anschließend soll der Raum für die Diskussion ums Thema offenstehen (Palaver). Es sollen die sozialen Bewegungen als jene Räume sichtbar gemacht werden, die von den Subjekten nicht nur selbst produziert werden, und in denen sie Erfahrungen und Wissen generieren (temporär autonome Zonen), sondern in denen sich die Veränderungen (das Werden) abspielen. Damit werden aber auch jene Antriebe in Gang gesetzt, die die gesellschaftliche Plattentektonik verschieben können. Diese Thematiken, ihre Dynamiken und Strategien, sollen sicht- und besprechbar (damit auch verhandelbar) gemacht werden.

Weitere Infos:

PrekärCafé

Still Loving Activism

 


Die Körper der Multitude. Von der sexuellen Revolution zum queer-feministischen Aufstand

Buchvorstellung und Party am 7. Mai 2010 ab 20.00 Uhr

Gibt es eine theoretische Position außerhalb des Lebens in der herrschenden Gesellschaft? Wie entstehen Geschlechter und die Dominanz der Heterosexualität? Wie hängen Kapitalismus und Sex - in seiner doppelten Bedeutung als Geschlecht und Begehren - zusammen? Gibt es ein revolutionäres Subjekt? Kann es überhaupt noch ein Subjekt geben? Wie können individuelle Freiheit und Kollektivität verwirklicht werden? Wie verändern wir unseren Alltag und das kapitalistische System? Was bedeutet es, die Revolution als Prozess zu leben?

Fragen, die aufgeworfen werden sollen, aber wahrscheinlich nicht beantwortet werden können.

Gini Müller befragt Robert Foltin über sein Buch "Die Körper der Multitude".

Gini Müller arbeitet als Dramaturg_in. Autor_in von Possen des Performativen. Theater, Aktivismus und queere Politiken.

Robert Foltin ist Autor von Körper der Multitude und Redakteur der grundrisse.zeitschrift für linke theorie und debatte.

Anschließend Party: "Female Masculinity und Andersrum (alles, was nicht normal ist)".

Robert Foltin: Die Körper der Multitude. Von der sexuellen Revolution zum queer-feministischen Aufstand, Schmetterling Verl., 2010, ISBN 978-3896570567

 


subversives bibliotheken & archiv - fest am 23.04.2010

10 jahre anarchistische bibliotheken und 16 jahre archiv der sozialen bewegungen in wien sind grund genug uns zu feiern!

tausende bücher, zeitschriften, plakate und themenordner in unseren regalen dokumentieren, wofür linke und linksradikale bewegungen gekämpft haben und es immer noch tun.

weil es wichtig ist: sich mit der eigenen geschichte und theorie auseinanderzusetzen, orte zu schaffen, an denen gelesen, diskutiert und gestritten wird, weil alles einmal anders war und nichts bleibt, wie es ist.

nach so vielen jahren sammlerei, leserei, sortiererei, lachen, trinken, weinen, nach rückschlägen und erfolgen, wollen wir feiern. ohne unterstützung von anderen wäre vieles nicht möglich gewesen. dafür danke!

archiv der sozialen bewegungen / wien, bibliothEKH, Bibliothek von unten

 

Programm:

"cherry sunkist" - tanzbar bis experimentell rumpelnde elektro-beats (aus laptop, gitarre, synths & drumcomputer) mit Cherry Sunkists aggressiv-melancholischer stimme, die in bester Riot-Grrrl-Manier ihre beschwerden über eine fremdbestimmte welt los wird.

"pallawatsch" - "tanzbares zwischen tradition und interpretation" - orientiert am osteuropäischen klezmer und verschiedenen musikalischen einflüssen aus osteuropa und dem orientalischen raum, spielen pallawatsch jiddische lieder mit wunderschönen und teilweise ungewöhnlich schrägen melodien, die zum tanzen nur so mitreissen. und auflegerei von "club socialismo tropical".

zur leiblichen stärkung gibt's borschtsch und zirrrrbe und in den tiefen der nacht werden schließlich noch einzigartige buch-rarities versteigert.

bis konzertbeginn (ca. 21:30) gibt's begrüßungscocktails zum einstimmen.

in diesem sinne: schmeißt euch in Frack & Fummel, macht auf der Bühne Licht, tanzt bis der Schuppen wackelt und zusammenbricht!!


Bildung für alle - und zwar umsonst!

Präsentation der Broschüre "Jenseits von Humboldt. Von der Kritik der Universit&auml:t zur globalen Solidarischen Ökonomie des Wissens" mit VertreterInnen der "Plattform Massenuni"

Donnerstag, 25. Februar 2010 ab 19.00

Europaweit brennen die Universitäten. In Wien gingen am 28.10.09 40.000 StudentInnen auf die Straße, um gegen die unhaltbaren bildungspolitischen Zustände zu protestieren. Die Plattform Massenuni beschäftigt sich in ihrer Broschüre mit der Rolle der Massenuniversitäten im postfordistischen Kapitalismus. Was das (nicht nur für die Studierenden) bedeutet und welche Möglichkeiten einer anderen Form von Wissens-Produktion/Kommunikation/Distribution im Rahmen einer Solidarischen Ökonomie der Bildung bestehen, ist Thema der Veranstaltung.   &nbsp Zur Online-Version der Broschüre

Die Veranstaltung findet im Rahmen der "Woche des Wissens und Forschens" statt :-)


Der Barbier von Bagdad. Leben, Sterben, Glauben im Irak

Donnerstag, 11. Februar 2010 ab 19.00 Buchpräsentation mit Paul Flieder

Paul Flieders Reportage gilt dem Alltagsleben der Menschen, deren ständige Angst vor Terror und Militärschikanen zu einer völligen Umstellung ihrer Lebensgewohnheiten geführt hat. Er berichtet über ein Land, dessen Bevölkerung traumatisiert ist und ohne Hoffnung in die Zukunft blickt. Er spricht mit Witwen und Waisen, Entführungs- und Bombenopfern, Geschäfts- und Theaterleuten, Imamen und Polizisten, die er auf Reportagereisen - oder in einem Bagdader Friseurladen kennenlernt. Von der ständigen Angst vor Attentaten, von dem Leben mit den vielen behinderten Familienmitgliedern, vom stark steigenden Analphabetismus, dem Mangel an gebildeten Fachkräften und dem Kampf um eine freie Religion     Zur Rezension

Der Barbier von Bagdad. Leben, Sterben, Glauben im Irak

Paul Flieder, 2009, Residenz Verl., ISBN 3701731489


w23 Soliflohmarkt-Party am 19.12.09 ab 17.00 Uhr


Dem Krieg entkommen?

Buchpräsentation mit Thomas Schmidinger am 12.11.2009um 19.30 Uhr

Zum Konflikt in Tschetschenien existiert im deutschsprachigen Raum eine relativ spärliche Vielfalt an wissenschaftlicher Fachliteratur. Über die Situation der „Flüchtlinge aus Tschetschenien“ in Österreich gibt es noch weniger Druckwerke. Diese wissenschaftliche Lücke soll der Sammelband füllen. Folgende Fragestellungen werden unter anderem in den geplanten Beitrügen in Hinblick auf oben genannte Thematik diskutiert: Warum kommt es zur Flucht? Wie wirken sich die Fluchtgründe und die Flucht selbst auf die Psyche der MigrantInnen und deren Leben im Aufnahmeland aus? Welchen Stellenwert haben gesellschaftliche Normen der TschetschenInnen in den Aufnahmeländern?

von Herwig Schinnerl, Thomas Schmidinger (Hg.)

ISBN: 978-3-902282-20-0, 2009, Verein Alltag Verlag

 


29.09.2009, 19.00 Uhr: aktuelle politische und soziale Bewegungen im Iran

Veranstaltung mit Hassan A., Exiliraner, Politik- und Sozialwissenschafter, Aktivist in London, Mitbegruender “Solidarity council for struggle in Iran”, Mitarbeiter bei Noborder.


Buchpräsentation und Party am 28. März um 19.30 Uhr mit Doris Akrap

Die Heebie-Jeebies im CBGB's. Die jüdischen Wurzeln des Punk

und danach: Party mit einschlägiger Musik

Punk ist jüdisch? »Die Heebie-Jeebies im CBGB’s« wagt einen völlig neuen Blick auf die Geschichte des amerikanischen Punk.

Der US-amerikanische Autor und Publizist Steven Lee Beeber untersucht erstmals die Entstehung der amerikanischen Punkbewegung mit Blick auf den jüdischen Background der wichtigsten Protagonisten wie Tommy und Joey Ramone, Lou Reed, Richard Hell oder Jonathan Richman. Sie alle gehörten der ersten Generation amerikanischer Juden an, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgewachsen ist. Punk wurde zu ihrer Form der Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. "Im New York Punk spiegelt sich die jüdische Geschichte von Unterdrückung und Unsicherheit, Flucht und Migration, gleichzeitig drinnen und draußen, gut und schlecht zu sein. Diese Musik drückt das Gefühl der Post-Holocaust-Generation aus, das Gefühl, immer am falschen Ort zu sein", so Beeber in einem Interview.

Beeber hat für sein Buch über 125 Protagonisten des jüdischen Punk interviewt. Er zeichnet eine Geschichte des amerikanischen Punk von seinen Vorläufern wie den Fugs und Velvet Underground über die Ramones bis hin zu Richard Hell. Daneben bietet er Einblicke in die Avantgarde-Szene um John Zorns Label Tzadik, die jüdische Comicszene New Yorks und die aktuelle jüdische Punkszene.

Aus dem Englischen von Doris Akrap. (zit. n. Ventil Verlag)


 

 

 

 

 

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